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KONZERNBERICHT

Die Entwicklung des Geschäfts der Specialists → war insgesamt positiv, wobei sich die verschiedenen Einheiten sehr unterschiedlich entwickelten. Die Nettoerlöse stiegen im Berichtsjahr um 2.4% auf CHF 922 Mio. Davon erklären sich 2.5 Prozentpunkte durch die im Vorjahresvergleich stärkeren Fremdwährungen. Die Destination Management Specialists, welche im Geschäftsjahr 2012 alle ihr Produktportfolio ausgebaut haben, konnten die Nettoerlöse deutlich steigern. Insbesondere in Asien/Pazifik setzten viele Märkte ihr Wachstum im zweistelligen Prozentbereich fort. Auch die Einheiten in den USA verzeichneten ein starkes Wachstum. Einige der Destination Management Specialists registrierten hingegen sinkende Nettoerlöse aufgrund geringerer Nachfrage. Häufig war dies das Ergebnis von externen Einflüssen, wie beispielsweise der Konflikt in Kenia an der Grenze zu Somalia. Auch die wirtschaftlich unsichere Lage in vielen Quellmärkten Europas war für viele Destination Management Specialists herausfordernd. Das schwierige wirtschaftliche Umfeld war auch für die Outbound Specialists in der Schweiz, Grossbritannien und Benelux ein Faktor der den Erfolg beeinflusste.

In der Schweiz verzeichneten die Spezialistenmarken mit den Zieldestinationen Südamerika, China und Nordeuropa höhere Nettoerlöse. Die verstärkte Fragmentierung der Verkaufskanäle und die fortbestehende Konkurrenzsituation gegenüber Anbietern im grenznahen Ausland wirkten sich negativ auf die Geschäftsentwicklung aus. In Grossbritannien führten neben der schwierigen Wirtschaftslage die Olympischen Spiele zu einem veränderten Buchungsverhalten. Die drei Spezialistenmarken in Benelux konnten ihr Geschäftsvolumen leicht steigern.

Die Nettoerlöse des Segments Outbound Emerging Markets → gingen im Geschäftsjahr 2012 um 6.8% auf CHF 207 Mio. zurück. Grund für den Rückgang war das verkleinerte Geschäft in Russland sowie ein schwieriges Marktumfeld in Indien, kombiniert mit der starken Abwertung der indischen Rupie, was zu einem negativen Währungseffekt von 3.4% führte. Währungs- und devestitionsbereinigt lagen die Nettoerlöse 2.9% unter dem Vorjahr. Das Geschäft in Indien war geprägt von der sich abschwächenden Wirtschaftslage und dem starken Wertverlust der indischen Rupie gegenüber allen wichtigen Währungen. Dies verteuerte Auslandreisen und führte zu sinkender Nachfrage. Die Geschäftsaktivitäten in Russland erzielten im Geschäftsjahr 2012 einen wesentlich geringeren Nettoerlös als im Vorjahr. Dies ist einerseits der Einstellung des risikointensiven Charterfluggeschäfts in der zweiten Jahreshälfte 2011 und andererseits dem Verkauf der Geschäftsaktivitäten per 30. November 2012 zuzuschreiben. Der Rückgang der Nettoerlöse in Russland wurde kompensiert durch ein beachtliches Wachstum des Geschäfts in China/Hongkong. Die Einheit konnte einerseits durch erfolgreiche Werbemassnahmen den Marktanteil steigern und profitierte andererseits vom schwachen Euro, sodass Reisen nach Europa günstiger wurden.
Das Geschäft mit externen konsularischen Dienstleistungen, VFS Global →, ist dank starken organischen Wachstums in bestehenden Geschäftsbeziehungen und dem Gewinn neuer Verträge mit Regierungen weiter deutlich gewachsen. Die Nettoerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2012 um 16% auf CHF 205 Mio. Damit konnte die weltweite Marktführerschaft im Bereich der administrativen Visabearbeitung weiter ausgebaut werden. Die Margen neuer Aufträge sind üblicherweise in der ersten Phase tiefer, da viele öffentliche Vergaben an den Anbieter mit dem tiefsten Preis gehen müssen. Zudem sind die anfänglichen operativen Kosten relativ hoch und die margenträchtigen zusätzlichen Dienstleistungen können erst später etabliert werden. Im August 2012 erhielt VFS Global den Zuschlag zur Verarbeitung von Visa-Anträgen für das Königreich Saudi-Arabien. Dies war der bisher grösste Auftrag, den VFS Global erhalten hatte, sowohl im Bezug auf das Auftragsvolumen als auch auf den Dienstleistungsumfang. Die Betriebsaufnahme erfolgt gestaffelt ab 2013 und dauert bis zu zwölf Monate. Ende 2012 erbrachte VFS Global externe konsularische Dienstleistungen für mittlerweile 42 Regierungen in 88 Ländern mit insgesamt 802 Visa Antrag Centers. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 14.6 Mio. Visa-Anträge bearbeitet, 27% mehr als im Vorjahr. Als attraktives Zusatzgeschäft neben der reinen Visa-Bearbeitung wurden in den Visa Antrag Centers vermehrt auch Zusatzdienstleistungen wie Schnellbearbeitung, Übersetzungsdienstleistungen oder Reiseversicherungen angeboten.
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